Fakten zum Naturpark

Der Naturpark Leiser Berge ist ein besonderer Natur- und Erholungsraum im Weinviertel. Die sanfte Hügellandschaft, artenreiche Trockenrasen, Wacholderheiden und lichte Wälder prägen das Landschaftsbild und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Gleichzeitig ist der Naturpark ein Ort zum Entdecken, Lernen und Erholen für Besucherinnen und Besucher ebenso wie für die Menschen in der Region.

Viele Aspekte des Naturparks lassen sich auch in Zahlen beschreiben. Sie zeigen, wie vielfältig die Landschaft ist, wie groß die Artenvielfalt und wie stark die Zusammenarbeit der Gemeinden in der Region ist. Vier ausgewählte Zahlen geben einen guten Einblick in den Naturpark Leiser Berge und machen einige seiner Besonderheiten sichtbar.

©Hans Gumpinger
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    Naturparkgemeinden
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    Vogelarten
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    Insektenarten
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    ha Naturparkregion
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5 Naturparkgemeinden

Der Naturpark Leiser Berge wird von fünf Naturparkgemeinden getragen: Asparn an der Zaya, Ernstbrunn, Gnadendorf, Ladendorf und Niederleis. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für die Entwicklung und Betreuung des Naturparks.

Die Zusammenarbeit der Gemeinden ist ein zentraler Bestandteil der Naturparkarbeit. Gemeinsam werden Projekte in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung, nachhaltiger Tourismus und regionale Entwicklung umgesetzt. Durch diese enge Kooperation entsteht eine starke Verbindung zwischen Natur, Bevölkerung und regionaler Identität – ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Zukunft der Naturparkregion.

©Ivanbuki, DSC 4637-12, CC BY-SA 4.0

189 nachgewiesene Vogelarten

Mit 189 nachgewiesenen Vogelarten zählt der Naturpark Leiser Berge zu den besonders artenreichen Regionen Niederösterreichs. Vom eindrucksvollen Seeadler bis zum winzigen Wintergoldhähnchen konnten hier bereits zahlreiche Arten beobachtet werden. Damit kommt beinahe die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Vogelarten im Naturpark vor.

Die Vielfalt der Lebensräume – von offenen Trockenrasen über strukturreiche Hutweiden bis hin zu Wäldern und Feuchtflächen – schafft ideale Bedingungen für unterschiedliche Vogelarten. Einige von ihnen sind selten oder auf spezielle Lebensräume angewiesen. Der Naturpark trägt durch gezielte Pflege- und Schutzmaßnahmen dazu bei, diese wichtigen Lebensräume zu erhalten und damit auch den Vogelbestand langfristig zu sichern.

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Mehr als 1.500 Insekten- und Gliederfüßerarten

Im Naturpark Leiser Berge wurden bisher über 1.500 Arten von Insekten und anderen Gliederfüßern – darunter Spinnen, Asseln sowie Hundert- und Tausendfüßer – nachgewiesen. Diese beeindruckende Artenzahl zeigt, wie wertvoll die Lebensräume des Naturparks für die Biodiversität sind.

Besonders die artenreichen Trockenrasen und Wacholderheiden bieten zahlreichen spezialisierten Arten einen Lebensraum. Viele dieser Tiere sind auf warme, offene und strukturreiche Landschaften angewiesen. Durch Naturschutzmaßnahmen wie Beweidungsprojekte, Pflege der Offenflächen und wissenschaftliche Untersuchungen wird versucht, diese empfindlichen Lebensräume langfristig zu erhalten und weiter zu fördern.

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23.906 Hektar Naturparkregion

Der Naturpark Leiser Berge umfasst eine Fläche von rund 23.906 Hektar und ist damit ein bedeutender Natur- und Erholungsraum im Weinviertel. Die Region zeichnet sich durch ihre sanfte Hügellandschaft, weite Ausblicke und eine große Vielfalt an Lebensräumen aus. Trockenrasen, Wacholderheiden, lichte Eichenwälder und landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaften bilden gemeinsam ein abwechslungsreiches Mosaik.

Diese Landschaft wurde über viele Jahrhunderte durch die Nutzung durch den Menschen geprägt, vor allem durch extensive Beweidung und traditionelle Landwirtschaft. Heute setzt sich der Naturpark dafür ein, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten für Naturerlebnis, Erholung und nachhaltigen Tourismus.

Der Naturpark Leiser Berge ist zudem der einzige Naturpark im gesamten Weinviertel und nimmt damit eine besondere Rolle für den Natur- und Landschaftsschutz in der Region ein.