Wilde Weiden - Landschaft im Wandel
Die Wilden Weiden sind ein zentraler Schwerpunkt im Naturpark Leiser Berge. Hier entsteht eine Landschaft, die sich weitgehend selbst entwickeln darf – begleitet von großen Pflanzenfressern und natürlichen Prozessen.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Solche Landschaften sind im Weinviertel nichts Neues. Einst prägten Wildpferde, Auerochsen und Wisente das Bild – sie hielten Flächen offen und sorgten für eine vielfältige Struktur. Später übernahmen Nutztiere wie Rinder, Pferde und – in jüngerer Zeit – auch Schafe diese Rolle.
Mit der Intensivierung der Landwirtschaft ab der Mitte des 20. Jahrhunderts verschwanden Weidetiere jedoch zunehmend aus der Landschaft. Viele Flächen wurden einheitlicher, Übergänge seltener – und damit auch die Vielfalt.
Die Wilden Weiden knüpfen heute wieder an diese Entwicklung an: Durch Beweidung, Bewegung und Veränderung entsteht Schritt für Schritt eine abwechslungsreiche Landschaft. Offene Flächen wechseln sich mit Gebüschen und einzelnen Bäumen ab – ein Mosaik, das vielen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bietet.