Wilde Weiden im Rahmen des geförderten Projektes

zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen Erbes

Der Regionalentwicklungsverein Leiser Berge ist ein gemeinnütziger Verein, der in den Leiser Bergen verwurzelt ist, innovative Themen bearbeitet und Gemeinwohl-Aktivitäten durchführt. Neben dem Management des Naturparks Leiser Berge beschäftigen wir uns mit Klimawandelanpassung, Natur-Tourismus, Umweltpädagogik und Landschaftspflege zur Erhaltung einer naturnahen Kulturlandschaft und Wiederherstellung von naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen zur Bereicherung der Biodiversität.

blühende Kuhschellen auf Trockenrasen vor dem Buschberg und den 2 Radarkugeln
©Hans Gumpinger
Beweidung mit Konik Pferden und Tux Zillertaler
©Markus Breyer

Unterstützes Projekt

Das aus Mitteln des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union unterstütze Projekt läuft von April 2025 – Dezember 2027 und widmet sich dem langfristigen Erhalt wertvoller Naturräume durch extensive, naturschutzorientierte Beweidung. Denn Trockenrasen, Wacholderheiden, lichte Eichenwälder und andere Sonderstandorte zählen zu den artenreichsten, zugleich aber auch bedrohtesten Lebensräumen Mitteleuropas.

Dabei knüpft das Projekt nicht nur an naturschutzfachliche Notwendigkeiten, sondern auch an eine Entstehungsgeschichte an: Große Pflanzenfresser wie Wisente, Wildpferde und Auerochsen prägten vor und nach den Eiszeiten Mitteleuropa über Jahrtausende hinweg. Durch ihre Weidetätigkeit schufen sie ein Mosaik aus offenen und halboffenen Landschaften mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Dieses natürliche Gleichgewicht wurde später durch Weidewirtschaft – oft in Form von Hutweiden, die Almen des Tieflandes – aufrechterhalten. Diese Form der Tierhaltung verschwand in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend. Das Projekt soll diese historisch gewachsene Form der Landschaftsgestaltung wiederbeleben – unter modernen, naturschutzfachlichen Rahmenbedingungen.

2 Konikpferde auf Buschberg mit Bäumen im Hintergrund
©Hans Gumpinger

Landschaftspflege

Die Grundlage dafür bildet ein neu gegründeter Weidebetrieb, eingebettet im Regionalentwicklungsverein (REV) Leiser Berge, der mit dem Projekt erste Aufbauschritte für die naturschutzkonforme Beweidung im östlichen Weinviertel setzen wird. Die eingesetzten Tiere – neben Koniks und Tux-Zillertalern kommen auch andere robuste Weidetiere wie Esel oder Schafe zum Einsatz – übernehmen dabei die aktive Pflege der Landschaft. Durch ihr Fressverhalten entstehen wertvolle Mikrohabitate, die zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.
 

Das Projekt gliedert sich in zwei zentrale Maßnahmenpakete:

  • Unterstützung der Etablierung des spezialisierten gemeinnützigen Weidebetriebes
  • Vorbereitung der Weideflächen zur Beweidung und Durchführung der naturschutzkonformen, klimafitten Beweidung auf ca. 40-50 Hektar in der Naturparkregion Leiser Berge
3 Rinder der Rasse Tux Zillertaler auf Weidefläche im Herbst
©Harald Zankl

Natur- und Klimaschutz

Das Projekt orientiert sich an überregionalen Strategien wie dem Konzept zum Schutz von Lebensräumen und Arten in Niederösterreich, dem Managementplan für das Europaschutzgebiet Weinviertler Klippenzone, der Biodiversitätsstrategie Österreich 2030+ sowie dem aktuellen Naturparkkonzept Leiser Berge.
 

Das Ergebnis ist ein Beitrag zum Naturschutz und zum Klimaschutz durch Erhalt der Grünlandflächen und Unterstützung der natürlichen CO2-Speicherfunktionen sowie die Bereicherung der Artenvielfalt.

Mit Unterstützung von Land und Europäischer Union