Schwarze Wiesen-Kuhschelle
Pulsatilla pratensis ssp. nigricans
Pulsatilla pratensis ssp. nigricans
Die Schwarze Kuhschelle ist eine stille Verwandte der bekannteren Großen Kuhschelle. Mit ihren dunklen, oft violettbraunen Blüten wirkt sie zurückhaltender – und ist gerade deshalb eine besondere Entdeckung im Naturpark Leiser Berge.
Sie wächst auf trockenen, sonnigen Standorten und gehört zu jenen Pflanzen, die eng mit der traditionellen Kulturlandschaft verbunden sind. Wer genau hinschaut, kann sie im Frühjahr zwischen Gräsern und niedriger Vegetation entdecken.
Während sich die Blüten der Großen Kuhschelle weit öffnen und meist aufrecht stehen, bleiben jene der Schwarzen Wiesen-Kuhschelle glockenförmig und neigen sich nach unten. Ihre besonders dunkle Färbung – von Rotviolett bis beinahe Schwarzviolett – macht sie unverwechselbar.
Auch nach der Blüte lohnt sich ein genauer Blick: Wie bei anderen Kuhschellen entwickeln sich auffällige, fedrig behaarte Fruchtstände, die der Pflanze ein völlig neues Erscheinungsbild geben.
Die Schwarze Wiesen-Kuhschelle fühlt sich dort wohl, wo es sonnig, trocken und nährstoffarm ist. Im Naturpark Leiser Berge findet sie solche Bedingungen vor allem auf Felstrockenrasen. Diese offenen und kargen Lebensräume sind über Jahrhunderte durch Beweidung und andere Formen der traditionellen Nutzung geprägt worden.